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Der französische Physiker Alexandre
Becquerel entdeckte schon 1839 den photovoltaischen Effekt, bei dem
elektrische Ladungsträgerpaare durch eintreffendes Sonnenlicht getrennt
werden. Die wissenschaftliche Erklärung gelang Albert Einstein erst im Jahre
1905. An eine technische Anwendung des Effekts war in jenen Jahren noch nicht
zu denken.
Die Umsetzung in die Praxis wurde ein
halbes Jahrhundert später in den Bell Laboratorien in den USA in Angriff
genommen. Hier wurde 1954 die erste Siliziumsolarzelle mit einem Wirkungsgrad
von ca. 5% entwickelt und gebaut. Hintergrund war die Idee, die
Energieversorgung von Satelliten im Weltraum mit Photovoltaikmodulen
sicherzustellen. Im Jahre 1958 wurde die Idee in die Tat umgesetzt;
Zuverlässigkeit, Lebensdauer und geringes Gewicht spielten hierbei die
entscheidenden Rollen. Heute ist die Energieversorgung von Raumfahrzeugen
durch Photovoltaikmodule Standard. Die Module erreichen für diese Art der
Anwendung Wirkungsgrade von 25 %.
Die Ölkrise 1973 bewirkte, dass über den
Einsatz von Solarzellen auf der Erde nachgedacht wurde. Erste
Fertigungsstätten für Siliziumsolarzellen und Module entstanden. Anfang der
80er Jahre lag der weltweite Solarzellenumsatz bei weniger als 20 MWp pro
Jahr. Im Jahre 2001 betrug der weltweite jährlich Umsatz fast 400 MWp, hat
sich also in zwanzig Jahren etwa verzwanzigfacht. Ein Ende dieses Wachstums
mit Raten von im Mittel 15 % im Jahr ist nicht abzusehen.

Albert Einstein |
 Alexandre Becquerel
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